Müllentsorgung & Lymphe

Entgiftung und Stärkung

Viele denken dass nur der Darm für den „Abfall“ zuständig ist. Dabei sind im Körper viele Organe ständig damit beschäftigt Stoffe abzubauen, auch zu recyceln und abzugeben.

Beginnen wir mit der Lymphflüssigkeit („Lymphe“ genannt). Sie ist eine transparente bis milchige Flüssigkeit, die dem Blut im Aufbau sehr ähnlich ist (ohne rote Blutkörperchen). Diese Flüssigkeit angehäuft mit Stoffwechselprodukten oder Zellresten aus dem Bindegewebe fließt im Körper im Lymphsystem. Das ist so etwas wie in großes Abflussrohr im Körper. Aus dem Bindegewebe werden neben Nähstoffen, Ablagerungen und ungewünschte Stoffe, sowie Zellabfall herausgefiltert und über die Lymphbahnen via den Lymphknoten abtransportiert. Für die Fließrichtung arbeiten die Bahnen mit „Klappen“ und so fließt die Flüssigkeit nur in eine Richtung. Vom Bindegewebe aus fließt die Flüssigkeit über die Lymphknoten (in denen dann z.B. die schädlichen Bakterien/Viren massiv angegriffen werden) schließlich in den Blutkreislauf. In den Lymphknoten fließt die Lymphe etwa hundertmal langsamer als in den Lymphbahnen. Bei körperlicher Ruhe verweilt die Lymphflüssigkeit bis zu 20 Minuten in einem Lymphknoten. Das ist sehr wichtig, denn die Lymphknoten sind quasi „Kläranlagen“ und je länger die Lymphe darin verweilt, desto gründlicher wird sie gereinigt.

Die Abfallstoffe gelangen schließlich über das Blut zu den Lungen zum Abatmen und Nieren, wo sie über den Urin ausgeschieden werden. Allerdings funktioniert das nicht bei allen Schadstoffen. So sammeln sich etwa Teer (vor allem bei Rauchern), Tätowiertinte und andere Umweltgifte im Laufe der Zeit in den Lymphknoten ab und beeinträchtigen deren Funktion. Infolge dessen wird die körpereigene Immunabwehr geschwächt.

Eine Entsäuerung oder Lösung von Schadstoffen aus dem Gewebe ist also immer wieder gut für unseren Körper. Das wäre dann nach Prof.Dr.A. Pischinger die Grundregulation bzw. Entsäuerung.

Es gibt viele Methoden zur Entsäuerung, Entgiftung. Auf die Lungen trifft folgendes zu: frische, saubere Luft tief einatmen und den "Müll" danach aus- bzw. abatmen. Sogenanntes Waldbaden ist eine schöne Sache: Auf Waldspaziergängen geniesst man die Natur und atmet bewußt ein und aus. Wer mag geht einfach ein Stück barfuß, denn eine Verbindung zur Erde hat auch einen wichtigen ionenausgleichenden Erdungs-Effekt.

 

Verein zur Förderung der Lymphoedemtherapie e.V.,  Menche N (Ed). Biologie Anatomie Physiologie. München: Urban und Fischer; 2016, Atlas der Anatomie, Dr. Barbara Weitz; Prof.Dr. Pischinger, Das System der Grundregulation; Earthing- heilendes gehen, Ober,Sinatra, Zucker


 

 

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