Darm & Entgiftung

Entgiftung und Spülung

Was ist los im Darm? Was ist eigentlich leaky gut? Oder wie wird ein Darm löchrig?

Eine einfache Erklärung was im Darm passiert.

Zuerst: der Darm ist prachtvoll , mehrschichtig und sowieso faszinierend.

Warum?  Nun, dieses großflächige Organ mitsamt Bewohner sorgt dafür, dass wir unsere Lebensmittel für den Körper verwerten können und auch dafür, dass wir das unverwertbare wieder loswerden.Er arbeitet recht eigenständig und meist spüren wir nichts davon. Es ist ein System im System, denn der Darm funktioniert quasi nur aufgrund von einer Symbiose zwischen eine Milliardenschar von eigenständigen Bakterien - also mit fremder Hilfe.

Dafür können wir zur einfachen Erklärung gedanklich ein Bild zeichnen. Der Darm hat eine Innenhaut und diese ist wie eine Stadt besiedelt von unseren Freunden: Milliarden von kleinen Freunden wohnen dort und arbeiten für uns. Ja richtig, diese sehr persönlichen Freunde arbeiten ausschließlich für den Darminhaber.
Unsere Freunde im Darm bringen es inkl. Wohnraum dem „Schleim“ oder Mukus immerhin auf bis zu 4kg Gesamtgewicht im Körper. Sie leben und arbeiten natürlich nur solange für uns, wie es ein ausgewogenes „Geben und Nehmen“ ist. Der Darmbesitzer schafft also ein schönes „Wohnumfeld“ und sorgt für „Speis & Trank“ den die kleinen Freunde lieben und gerne essen. Wenn das Umfeld passt und die „Wohnung“ gut ausgestattet ist arbeiten sie mit großer Aktivität und vermehren sich, denn es verabschieden sich auch immer wieder Freunde und gehen. Sie zerlegen unser Essen (ernähren sich dabei selber davon, machen die Moleküle so klein, dass sie durch den Darmschleim und die Darmwände durchpassen (das ist der Stoffwechsel der unseren Körper erhält).

Sie sind unsere Ritter, die viele Eindringlinge, Bakterien, Parasiten und andere schädliche Stoffe zerstören bzw. unschädlich machen. Wie auf einem Marktplatz lieben sie die bunte Vielfalt der Lebensmittel, denn im besten Falle haben wir durch eine vielseitige Kost auch eine bunte Vielfalt von Freunden im Darm. Der Vorteil ist: Wenn ein Problem in dieser bunten Truppe auftritt (unbekannte Eindringlinge, schädliche Stoffe) gibt es immer einen Freund, oder einen der einen anderen kennt, der das Problem lösen kann.

Spannenderweise hat jede  Kultur auf dieser Welt andere typische Darmfreunde bzw. eine andere bunte Darmbesiedelung. Dies hängt von der Umwelt (den guten Bakterien, Organismen, Pflanzen, Tieren) und den dortigen Lebensmitteln ab. Natürlich gibt es auch viele Freunde die sich gleichen.

Nun zum leaky gut oder löchrigen Darm. Wenn leider nicht alles in Ordnung ist oder die „Lohnzahlungen“ also das „Geben“ von der Darmbesitzerseite nicht so gut passt, bzw. zu viele Gifte im Spiel sind, verringert sich die Anzahl der Freunde. Wenn die Anzahl geringer ist oder schwächlich, bilden Sie keine guten Teams zur Arbeit mehr. Der  oben erwähnt Schleimwohnraum wird dünner mit weniger Schutz für die Darmhaut. Es ist so ein wenig wie mit einem verlassenen Dorf. Es entstehen Lücken in der Besiedelung und dadurch können z.B. auch die nun „nackten Darmwände“ freiliegen. Wenn die Besiedelung geringer ist haben wir auch weniger Verteidigungspotential und auch weniger Verdauungskraft. Die Darmwände können Schaden nehmen (Entzündungen, Reizungen) und werden auch für zu große Teilchen bzw. Moleküle aus der Nahrung oder Eindringlinge durchlässig. Zu große Moleküle aus der Ernährung  (also wenn das Lebensmittel von den Freunden / Darmbakterien noch nicht zerkleinert genug ist) können beim vorzeitigen Durchschreiten, durch die im Normalzustand geschützten Darmwände, als Feind identifiziert werden. Daraus kann sich eine Unverträglichkeit bilden. Scheinbar ohne Grund wird man aufgrund des fälschlicherweise als Feind erkannten, zu großen Nahrungsteilchens, auf bestimmte Stoffe  intolerant (Laktose, Birkenpollen, Getreideeiweiße, etc.).

Bei fehlenden Freunden im Darm empfiehlt sich also das Darmmilieu wieder schön wohnlich zu gestalten und den Darmbakterien förderliche Stoffe zu essen. Unter dem Text als Datei finden Sie ein Frühstücksrezept für eine 6 wöchige Kur zur Regeneration der „Darmwohnung“ für unsere eigenen kleinen Freunde. Es empfiehlt sich natürlich generell den Darm mit mehr Gemüse (enthält viele verwertbare Mineralien und Hilfsstoffe) zu füttern. Ein“ buntes“ Vielstoff-Lebensmittel wie „quer durch Omas Garten“ ist z.B. ein „Pflanzliches Granulat“ in Rohkostqualität (enthält ohne Erhitzung mehr Vitamine & Co). Darmsanierung (auch mithilfe von Probiotikum) heißt das dann.  Man schafft neuen schönen Wohnraum. Treffender geht es eigentlich nicht auszudrücken.

Einen Darm zu regenerieren dauert natürlich und geht nicht über Nacht. Medikamentös ein „Pflaster“ auf das Syndrom zu kleben ist dauerhaft nicht hilfreich. Der Darm braucht Ordnung. Sie würden ja auch aus Ihren Wohnräumen ausziehen, wenn es nicht mehr schön ist…

Echte Freunde sind eben wichtig und wie ein deutsches Sprichwort sagt: Gesundheit und froher Mut, das ist des Menschen höchstes Gut. Also Durchhaltevermögen zeigen und weiter machen.
HIer sind positive Tagesgedanken dazu.

 

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